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IM 70.3 Rapperswil: Road vs. TT Bike & The Perfect Pacing Strategy

IM 70.3 Rapperswil: Road- vs. TT-Bike & die perfekte Pacing-Strategie

Da der Ironman 70.3 Switzerland in Rapperswil-Jona kurz bevorsteht, starten Athlet:innen jetzt in die finale Phase ihrer Vorbereitung. Rapperswil ist berühmt für seine landschaftliche Kulisse, aber die Radstrecke ist ein Musterstück an abwechslungsreichem Terrain. Sie stellt Teilnehmende vor eine klassische mentale Herausforderung: Ist es besser, ein leichteres, agileres Rennrad für die knackigen Schweizer Anstiege zu wählen oder mit einem Triathlonrad voll auf Aerodynamik zu setzen? Und wie teilt man sich seine Kraft am besten ein, um maximale Geschwindigkeit herauszuholen, ohne die Beine vor der Laufdisziplin komplett zu zerstören?

Um Mythen von echter Physik zu trennen, haben wir die Radstrecke in Rapperswil mit der Swiss Side Performance Platform analysiert. Hier sind die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Ausrüstungswahl (Rennrad vs. TT-Bike) und Pacing (Kraftverteilung auf der Strecke).

Das Streckenprofil

  • Distanz: Ca. 90km (2 Runden à 45km).
  • Profil: Hügeliges, geschwungenes Terrain mit insgesamt rund 1.100 Höhenmetern Anstieg.
  • Schlüsselabschnitte: Ein flacher, 10km langer Auftakt entlang des Sees, gefolgt vom berüchtigten Hexenberg mit Steigungsspitzen von bis zu 12–13 %. Nach einer kurzen Erholung folgt der lange Anstieg nach Goldingen, bekannt als „The Beast“, mit einer durchschnittlichen Steigung von rund 5 %. Oben angekommen, erwartet die Athlet:innen eine pfeilschnelle Abfahrt in Richtung Ermenswil und Schmerikon, bevor es zurück auf die flache Seestrecke geht.

Für diese Fallstudie haben wir das Profil eines typischen Age-Groupers definiert (70kg Körpergewicht, 180cm Grösse) mit einer Ziel-Leistung (Normalized Power, NP) von 220W, um zu sehen, wie sich Materialwahl und Pacing auf die Endzeit auswirken.

Wir haben die vorsegmentierte Strecke aus der offiziellen Datenbank der Swiss Side Performance Platform genutzt und die automatische Windprognose geladen, um exakte Empfehlungen für die Bedingungen am Renntag (7. Juni, 09:00 Uhr) zu erhalten.

Das Duell der Systeme: Rennrad vs. Triathlonrad

Viele Athlet:innen blicken auf eine Strecke mit 1.100 Höhenmetern und greifen instinktiv zum leichten Rennrad. Unser virtueller Direktvergleich mit der „Equipment-Comparison“-Funktion der Plattform zeigt jedoch: Ein reines Triathlon-/TT-Setup ist ca. 5 Minuten und 30 Sekunden schneller als ein High-End-Rennrad-Setup.

Metrik Setup A (Rennrad) Setup B (Triathlon/TT Bike) Delta
Systemgewicht Niedriger (7.0 kg Bike) Höher (9 kg Bike) +2 kg Gewichtsnachteil
Luftwiderstand (CdA) Höher (0.400 Bremsgriffe / 0.300 Unterlenker) Lower (0.320 Basislenker / 0.250 Auflieger) Signifikanter Aero-Vorteil
Simulierte Endzeit 02:42:43 02:37:13 TT-Bike ist etwa 5min 30s schneller

Plattform-Insight: Während das leichtere Rennrad-Setup auf den steilsten Rampen ein paar Sekunden gutmacht, verliert es überall sonst massiv an Boden. Das TT-Bike dominiert vollkommen in den flachen 10km am See, den welligen Passagen und der High-Speed-Abfahrt von Goldingen.


Die Auswertungen der Swiss Side Performance Platform für die erste Runde zeigen: Das Rennrad-Setup ist ausschliesslich an den steilsten Anstiegen im Vorteil.


Die Auswertungen der Swiss Side Performance Platform für die erste Runde zeigen: Das Rennrad-Setup ist ausschliesslich an den steilsten Anstiegen im Vorteil (erkennbar an den rot eingekreisten Reduktionen in der Zeitrückstandskurve).

Die perfekte Pacing-Strategie: Rhythmus auf der Schweizer Achterbahn

Rapperswil mit einer konstanten Leistung zu fahren, ist nicht optimal. Stattdessen solltest du deine Energie cleverer einsetzen. Mithilfe der „Auto-Grouping“-Funktion der Plattform haben wir die 30 Streckensegmente in einprägsame Gruppen unterteilt und eine Pacing-Strategie optimiert, die das Maximum an Speed aus dem Leistungsbudget von 220W NP herausholt. Das Ergebnis: Mehr Druck am Berg, Energie sparen bergab.

Das Grundprinzip lautet: Maximiere die Leistung dort, wo die Geschwindigkeit gering ist (Anstiege), und spare Energie dort, wo die Geschwindigkeit hoch ist (Abfahrten und Flachstücke) – so nutzt du die Physik von Luftwiderstand und Schwerkraft perfekt aus.

  • Am Hexenberg & Goldingen (Anstiege): Pushen. Die Simulations-Engine empfiehlt ein taktisches „Over-Pacing“ von +26W bis +36W über deiner Ziel-Leistung an den normalen und steilen Anstiegen. Da deine Geschwindigkeit hier stark sinkt, ist die Schwerkraft der dominante Widerstand – maximale Leistung hat hier oberste Priorität.

  • In den High-Speed-Abfahrten: Erholen. Wer mit viel Krafteinsatz die Abfahrt nach Ermenswil hinunterjagt, erzeugt durch den exponentiell steigenden Luftwiderstand kaum noch Tempogewinn. Die Plattform rät zu einem kontrollierten „Under-Pacing“ von -68W (oder komplettem Coasting/Rollen, falls die Übersetzung ausgeht).

  • Auf den Flachstücken um den Obersee: Tempo halten. Bleibe fest im Aero-Aufsatz und halte die Leistung leicht unter deinem Normalized-Power-Ziel (-15W). Der Fokus liegt hier ganz darauf, die Stirnfläche klein zu halten, um durch den Wind am See zu gleiten. Bei Rückenwind kannst du die Leistung sogar noch weiter reduzieren (-28W).

Fazit: Indem er seine Energie genau da einsetzt, wo es die Physik verlangt, erreicht unser simulierter Athlet die Zone T2 dank der optimierten Pacing-Strategie um 2 Minuten und 18 Sekunden früher als mit einer konstanten Leistung, mit demselben physiologischen Gesamtaufwand.

Die optimale Pacing-Strategie für das simulierte Fahrer-Setup, wie sie von der Swiss Side Performance Platform präsentiert wird.


Der Vergleich zwischen einer Strategie mit konstanter Leistung und der optimierten Strategie, wie er von der Swiss Side Performance Platform präsentiert wird.

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Du kannst die Plattform 10 Tage lang kostenlos im PRO-Plan testen. Das Beste daran: Du musst keine Zahlungsinformationen hinterlegen und das Testabo läuft am Ende automatisch aus – absolut unverbindlich.

Verlasse dich nicht länger auf vereinfachte Faustregeln oder Schätzungen am Renntag. Trage dein spezifisches Gewicht, dein Bike-Setup und deine Zielleistung ein und generiere einen wissenschaftlich fundierten Fahrplan für deine neue Bestzeit.

Erfahre mehr über die Performance Platform und starte deine kostenlose Testphase.

Um mehr über die Performance Platform sowie die perfekte Material- und Pacing-Wahl für den IM Rapperswil zu erfahren, besuche uns bei der Swiss Side Performance Night bei Temposport in Horgen am 3. Juni 2026.

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